Gürtel
   
"einfacher" Ledergürtel                                                 langer Ledergürtel mit Beschlägen, Zunge und ganz rechts, mit einer Aufhängung für Almosiers, Essmesser oder
                                                                                          ähnliches Zubehör. Der Aufhänger bezieht sich direkt auf 1270, die Zunge ist ein Replikat, dass so - leider - erst
                                                                                          Anfang 14. Jh. vorkam. Dies ist ein Detail, was es noch zu verbessern gilt.


Gürteltasche


ein von mir selbst genähtes Replik eines Fundstückes aus einem Brunnen auf der Runneburg in Weiißensee. Das Original enthielt drei gezinkte Würfel und einen Silberpfennig. Die Halterung war durschnitten, weshalb vermutet wird, dass hier jemand ganz eilig Beweise verschwinden lassen wollte.

Almosenbeutel


Selbstgenähter und bestickter Almosier von Tanja Ehret, die hier dankend und ehrfürchtig genannt sein soll

Essbesteck und Geschirr
 
Von oben nach unten: Lange Zeit hatten wir nur einen Löffelfund für 1350. Dies war der typische Holzlöffel mit kurzem Stiel. Jüngst aber konnte ein Mitglied aus unserem Verein bei einem Museum ein Original aus dem 13. Jahrhundert bewundern, dass eine Stiellänge von 11 cm aufwies. Deshalb werden unsere Holzlöffel wieder auf langstielig umgestellt.
Darunter zu sehen ein einfaches Essmesser. Der Griff wurde noch nicht genagelt, sondern die Klinge in das Holz eingefasst.
In besser betuchten Kreisen gab es wohl auch schon schön verzierte Löffel. Dieses Replikat ist aus Zinn. Das Original stammtaus dem Edinborgh Museum, ist aus Silber und auf 1275 n. chr. datiert.
Das untere Messer istein Replikat eines Fundes in London um 1300.



   
böhmische Gläser von links nach rechts: das Glas links war ab dem 9. Jh. gebräuchlich, das mittlere und rechte Glas sind typische Gläser für das Hochmittelalter. Man beachte allerdings, dass Gläser damals sehr teuer waren und daher ein Statussymbol für Adelige und, ab Ende des 13. Jh. für sehr gut betuchte Kaufleute

   
Tonbecher aus dem Töpfereimuseum Langerwehe, Fundstücken aus der Rheinlandpfalz, Hochmittelalter, nachempfunden. Das Museum fertigt absichtlich keine 100%-igen Repliken an um den Handel mit Fälschungen keinen Vorschub zu leisten. Die Nachahmungen lehnen sich aber deutlich an die Originalfundstücke an.
Ganz rechts: Ein Schnabelkrug und Holzteller. Tongeschirr aus dem Oberpfälzer Raum waren im 13. Jahrhundert eigentlich noch nicht galsiert.

h
ochmittelalterliches Schachspiel



Die Spielregeln für das hochmittelalterliche Schach sind ähnlich der heutigen bekannten Version. Doch die Zugarten unterscheiden sich dennoch:

König: darf als einzige Figur in alle ihm angrenzenden Felder vorrücken und werfen;

Dame: darf nur ein Feld auf den Diagonalen ziehen und werfen. Außerdem darf sie Figuren überspringen; außerdem darf sie beim ersten Zug oder nach einer Bauernumwandlung zwei Felder nach vorne (und diagonal?) ziehen;

Läufer: darf nur zwei Felder auf den Diagonalen ziehen und werfen;

Pferd: springt wie heute;

Turm: bin ich mir unschlüssig, da eine Quelle behauptet, er würde so wie heute ziehen In Berthold Brechts „Leben des Galilei“ belehrt dieser im 7. Akt aber zwei Schachspieler nach den neuen Regeln zu spielen und macht die neuen Züge vor. Dabei spielt er die Dame, den Läufer und den Turm; außerdem ist es meiner Meinung nach unlogisch, dass der Turm nicht näher beschrieben wird in zeitgenössischen Quellen wenn er doch die mächtigste Figur auf dem Feld gewesen wäre; ich behaupte daher, der Turm durfte nur zwei Felder gerade ziehen und schmeißen und andere Figuren überspringen;

Bauer:  der anfängliche Doppelzug wird eingeführt allerdings anfangs nur für die Felder A, D, E, H; um den Läufern auf ihren anfänglichen Wirkungsfeldern ein schnelleres Eingreifen zu ermöglichen dehnte sich dieser Zug schnell auf alle Bauern aus;

Da nach diesen Regeln ein Matt sehr schwer war, wurde der Beraubungssieg eingeführt. Das spiel galt als verloren, wenn man alle Figuren außer dem König verloren hatte.


Schreibtafel


die Schreibtafel mit Wachsfeld und einem Schreibgriffel existiert seit der Römerzeit und ist oftmals, mit dunkleren Wachs, im Codex Manesse abgebildet. Dieses Exemplat habe ich in einem Museums-Shop in Augsburg erworben


Gebetskette


eine Gebetskette bestehend aus 150 Knochenperlen. Jede Perle war ein "Pater Noster". Mittels den Perlen wurde beim Kochen zum Beispiel die Zeit abgeschätzt. So war - je nach eigener Betgeschwindigkeit - ein hart gekochtes Ei vielleicht nach 5 Perlen, also 5 "Pater Noster" fertig.


Fibeln

            
Fibeltypen des 13. Jh., wie diese wurden getragen um zum Beispiel einen Kragen zu verschließen, aber auch ohne Sinn und Zweck am Halsausschnitt um ihn einfach zu zeigen (Bild rechts) und somit als Statussymbol darauf aufmerksam zu machen, was man sich alles leisten kann.


Feuereisen - Feuerstein


ein Feuereisen wie es von der Form her weit verbreitet war und durch die Epochen hindurch gefunden werden kann.


Würfel und Pfennige


zwei - ungezinkte - Knochenwürfel von der Machart wie sie auch in der Gürteltasche auf der Runneburg gefunden wurde und silberne Wittelsbacher Pfennige (natürlich Replikas)

Hubert, die Axt


Hubert ist eine typische Arbeitsaxt aus dem 13. Jh. Die Rückseite war als Hammer nutzbar

Schlüsselbund


ein vielleicht banales, aber schönes Detail für Andreas Rolle als Herrin der Halle. Die Schlüssel zu der Speißekammer, zur Halle selber und für die Truhe in ihrer Kemenate.
Die Schlüssel selber haben wir gekauft bei Reenactors und sind laut Auslage Originalen aus dem 13. Jh. nachempfunden.


Eisennägel


Diese Eisennägel, mit eckigen Corpus habe ich bei Reenactors erworben und für meinen Schild und Mobilar verwendet.

Knochennadeln


Nähnadeln aus Bein gearbeitet
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